WAS DU SCHON IMMER ÜBER TAPEN WISSEN WOLLTEST

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Viele Profisportler tragen Tapes. Ansonsten kannst du Menschen auf der Joggingstrecke oder im Fitnessstudio beobachten, die sich die bunten Streifen zwischenzeitlich über Rücken, Arm oder Bein ziehen. Nicht nur bei bestehenden Beschwerden eine geniale Methode. Auch in Beruf und Alltag kann man präventiv unterstützen.

Tapes sind dehnbare, luftdurchlässige Baumwollstreifen mit einer Elastin-Beimischung und hautfreundlichem Klebstoff, der bei Wärme aktiviert wird.

Sie kommen bei Schmerzen oder Schwellungen an Muskeln und Gelenken aufgrund von Verletzungen und Verschleiß zum Einsatz. Tapes werden oft eingesetzt bei Einschränkungen in der Beweglichkeit und bei Kraftlosigkeit der Muskeln.

Wie die Tapes wirken, ist noch nicht genau erforscht. Möglicherweise hemmen sie die Schmerzrezeptoren in der Haut. Das ist vergleichbar mit dem Prinzip, dass man auf den Punkt drückt, an dem man sich gestoßen hat – der Druck lindert den Schmerz.
Belegt ist, dass das Lymphsystem aktiviert und die Durchblutung gefördert wird.

Soll ein Muskel oder Gelenk entlastet oder unterstützt werden, wird mit Zug gearbeitet. Das Band wird gedehnt auf die Haut geklebt, beispielsweise auf den Verlauf eines Muskels. Das setzt die Haut unter Spannung, wodurch ein Reiz an den Muskel gegeben wird. Die Lymphgefäße liegen in der Haut, das Tape wirkt wie eine sanfte Lymphdrainage.

Vor dem Tapen muss jedoch die Ursache der Beschwerden gefunden werden.
TapeDichFrei_02Die Wirkung ist in der Regel schnell zu spüren. Die Muskeln entspannen, die Beweglichkeit nimmt zu und der Schmerz lässt nach. Doch es ist kein Ersatz für eine Therapie beim Arzt.
Die Behandlung mit Tapes kann kombiniert werden mit manueller Therapie, Akupressur oder Osteopathie. Sind die Muskeln durch Tapes entspannter und werden gestützt, erleichtert dies, Übungen für die Muskeln zu machen.

Die Tapes lösen sich nicht durch Duschen oder Schwitzen. Das Tape bleibt so lange auf der Haut wie es sich angenehm anfühlt. Es sind keine Nebenwirkungen bekannt, abgesehen von möglichen Reaktionen bei empfindlicher Haut. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass es nicht wirkt. Das kann passieren, wenn die Tapes nicht richtig angelegt sind.

Stellt sich unangenehmes Ziehen im Muskel ein, sollten die Tapes entfernt werden.
Die Beschwerden lassen dann nach dem Entfernen nach. Richtig sitzt alles, wenn der Betroffene die Tapes nicht spürt, dafür aber merkt, dass Schmerzen oder Steifheit sich bessern. Die Körperwahrnehmung und die Körperhaltung werden unterstützt.

Nicht geeignet ist die Behandlung bei offenen Wunden, Neurodermitis, bei Ödemen aufgrund von Herzproblemen oder Krampfadern. Eine Wohltat sind die Tapes oft für Schwangere, die unter Rückenschmerzen leiden.

Sinnvoll ist das Anlegen der bunten Bänder auch zur Vorbeugung. Sportler setzen auf den Effekt, dass die Muskulatur nicht so rasch ermüdet und vor Überlastung oder Verletzungen geschützt sein soll. Wenn ich Rad fahre, meldet sich mein linkes Knie.
Dann klebe ich ein Tape innen und außen, so wird das Knie entlastet und stabilisiert.

Nicht nur Kenner des Fachs, sondern auch Laien können sich selbst tapen. Ein bisschen Geschick und Übung braucht es allerdings. Achten sollten Betroffene darauf, keine schlechte Ware zu kaufen, etwa Billigtapes, die Giftstoffe enthalten können.

Am besten lässt man sich das Tapen in einem Kurs erklären und kann dann im Idealfall bald schon etwas erleben, was man in Nacken oder Knie schon lange nicht mehr fühlte: wohltuende Ruhe.

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